Informationen zum Krankentransport

Voraussetzungen zur Übernahme von Fahrkosten

Damit die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer Krankenfahrt übernehmen, müssen nachfolgende Voraussetzungen erfüllt sein:
– Vorliegen eines Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „BI“ oder „H“
– Vorliegen des Pflegegrades 4 oder 5
– Vorliegen des Pflegegrades 3, der Patient benötigt aber aufgrund eingeschränkter Mobilität dauerhaft eine Beförderung
Vorliegen eines längerfristigen Behandlungsbedarfs bei Patienten ohne Pflegegrad, aber mit einer Mobilitätseinschränkung, die den oben genannten Kriterien entspricht
Die Anpassung des Verordnungsformulars (Muster 4) steht noch aus. Die Vertragspartner haben deshalb vereinbart, dass Ärzte für die Pflegegrade 3 bis 5 weiterhin das Formularfeld „Dauerhafte Mobilitätseinschränkung“ („Merkzeichen „aG“, „BI“, „H“ oder Pflegestufe 2 bzw. 3 vorgelegt“) verwenden. Bei Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 3 darf das Feld nur angekreuzt werden, wenn der Betroffene in seiner Mobilität tatsächlich eingeschränkt ist.

 

Patientinnen oder Patienten müssen dennoch eine Zuzahlung, gemäß
§ 61 Satz 1 SGB V, von grundsätzlich zehn von Hundert der Kosten je Fahrt leisten – mindestens jedoch
5 Euro und höchstens 10 Euro.
Nur Versicherte, deren Zuzahlungen die Belastungsgrenze nach § 62 SGB V überschritten
haben, sind bei Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung der Krankenkasse für den Rest des Kalenderjahres von weiteren Zuzahlungen befreit.